Zurück im glanzvoll renovierten Stadttheater

Die Konzertübersicht für die Saison 2021 / 2022 liegt vor

Lippstadt. Endlich geht es wieder los! Der Städtische Musikverein Lippstadt freut sich auf die kommende Saison und präsentiert stolz die neuen Flyer für die Konzertsaison 2021/22. Während die Kammerkonzerte wie gewohnt in der Jakobikirche stattfinden werden, ist es für die großen Chor- und Orchesterkonzerte wieder möglich, im wiedereröffneten Stadttheater zu spielen. Künstler und Organisatoren hoffen auf eine reibungslose Saison, in der das Publikum endlich wieder ein qualitativ hochwertiges Musikprogramm genießen kann und darf. Besonders erwähnt seien die eigenen Aufführungen des Musikvereins mit „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms im Oktober 2021 sowie der in Lippstadt noch nicht aufgeführten „A Sea Symphony“ von Ralph Vaughn Williams im März 2022, zu der vier Chöre unter anderem aus Gloucester den Konzertchor Lippstadt unterstützen werden.

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Mein später Weg zur klassischen Musik

von Friedhelm Arnoldt

Friedhelm Arnoldt, M.A., geb. 1948 in Schöppenstedt, Kreis Wolfenbüttel. Seit 1988 Projekt und Leitungstätigkeiten beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster und Lippstadt. Zahlreiche Aktivitäten im kommunalpolitischen und kulturellen Bereich, unter anderem Mitglied im Beirat des Heimatbundes.

Klassische Musik spielte bis ins Jahr 2003 in meinem Leben keine besondere Rolle. Ich hatte zwar gerne während meiner Schulzeit am Musikunterricht teilgenommen, war auch als Gymnasiast in das eine oder andere klassische Konzert gegangen, hatte im Posaunenchor meiner Kirchengemeinde – erst in meiner Geburtsstadt Schöppenstedt und nach 1961 in Braunschweig – Zugposaune gespielt, im Spielmannszug meines Wolfenbütteler Gymnasiums getrommelt und im Schulchor gesungen. Danach aber war Musik für mich eher ein Medium, das man eher konsumieren als selbst produzieren konnte. Dabei kam ich mütterlicherseits aus einer musikalischen Familie: mein Großvater spielte bis an sein Lebensende Trompete und Geige, meine Mutter sang jahrzehntelang im Kirchenchor und zwei meiner Cousins waren eifrige Gitarristen.

So standen dann in meinem Plattenschrank etliche Langspielplatten, meistens aus dem symphonischen klassischen Repertoire: vor allen Dingen Mozart und Beethoven, insbesondere dessen Klavierkonzerte und -sonaten. Darüber hinaus mochte ich Tschaikowsky. Sein erstes Klavierkonzert, gespielt von Swjatoslaw Richter, gehörte zu meinen Lieblingsstücken. Aber meine große Liebe gehörte dem Jazz, insbesondere den großen Orchestern im Übergang zum Swing, wie z.B. denen von Fletcher Henderson, Chick Webb, Duke Ellington, Lionel Hampton usw., ergänzt durch die großen historischen Gesangsauftritte von Ella Fitzgerald und Bessie Smith.

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Probenarbeit in Zeiten der Pandemie

Wie der Konzertchor Lippstadt trotz Corona singt

von Beate Mainka

2020 war für viele Branchen wegen der Corona-Pandemie ein hartes Jahr, so auch für den Kulturbetrieb. Das inzwischen längst fertiggestellte, frisch renovierte Stadttheater Lippstadt muss immer noch im Dornröschenschlaf verharren und Präsenzproben sind für alle Chöre der Stadt unmöglich.

Foto aus besseren Tagen: Das Konzertchor Lippstadt bei der Aufführung von „Harmonie im Licht“ 2019 in St. Elisabeth

Auch der Städtische Musikverein unter der Leitung von Burkhard Schmitt konnte sein Programm nicht verwirklichen, die Absagen häuften sich. Die Planungen für dieses Jahr gestalten sich äußerst spannend, Flexibilität ist für alle Beteiligten, Leiter, Vorstand, Sekretariat und Konzertchor, Trumpf. Umso bemerkenswerter ist es, dass Burkhard Schmitt als Chordirigent bereits seit Mai 2020 einen Weg gefunden hat, den Konzertchor zum Singen zu bringen, allerdings nicht gemeinsam, sondern online schön sicher und kontaktlos im stillen Kämmerlein.  Burkhard Schmitt erklärt, wie so eine Probe funktioniert: „Nur der Dirigent ist für alle zu hören. Ich probe am Klavier und singe die Einzelstimmen ein, während alle anderen stumm geschaltet sind. Fragen und Wünsche zu den einzelnen Partien können natürlich gestellt werden, ich gehe dann gesondert auf sie ein.“ Das war für die Sängerinnen und Sänger des Konzertchores anfangs gewöhnungsbedürftig, inzwischen funktioniert es gut. Einmal in der Woche sieht man sich zumindest auf dem Bildschirm, für das gemeinsame Singen ist es dennoch kein Ersatz. Doch die Stimme bleibt in Übung und die anvisierten Projekte werden geprobt. Diese Art zu proben helfe über die schwierige Corona-Zeit hinweg und schaffe die Grundlage für die spätere Feinarbeit in den Präsenzproben, meint Burkhard Schmitt.

Auf dem Probenplan stehen „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms, geplant für den 30.10.2021 und das große Gemeinschaftsprojekt mit Chören aus Hamm und Gloucester, die Sea Symphony von Ralph Vaughn Williams Ende März 2022. Der Konzertchor hat also Großes vor, die Hoffnung durch die nun beginnenden Impfungen auf baldiges gemeinsames Musizieren wächst.    

Stolz präsentiert Simplicissimus am Lippstädter Bürgerbrunnen den druckfrischen Flyer 2020/2021 des Städtischen Musikvereins Lippstadt e.V.

Foto:Duan Li

Lippstadt. Wenn es die Corona-Pandemie erlaubt, werden zu Freude der Verantwortlichen  die Chor- und Orchesterkonzerte nach mehr als zweijähriger Renovierungszeit wieder im Stadttheater Lippstadt auf die Bühne gebracht werden können.

In Zusammenarbeit mit der KWL soll am Samstag, den 29.08.2020 das „Festkonzert zur Wiedereröffnung des Stadttheaters Lippstadt“ stattfinden. An diesem Konzert wirken der Konzertchor Lippstadt, der Pianist Matthias Kirschnereit, die Sopranistin Manuela Uhl und die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford mit. Das Konzert steht unter der Leitung  des städtischen Musikdirektors Burkhard A. Schmitt.

Die kommenden Konzerte der ABO-Reihe O beinhalten zudem drei weitere Sinfonie-  sowie zwei große Chorkonzerte.

Die fünf Kammermusikkonzerte finden wie gewohnt in der vertrauten Atmosphäre der Jakobikirche statt. Ein Höhepunkt wird am Samstag, den 06.02.2021 die 3. Klaviernacht sein, in der eine Pianistin und zwei Pianisten das Programm gestalten.

Abonnementbuchung sind ab sofort möglich, der freie Verkauf für die Konzerte beginnt nach derzeitiger Planung am 21. Mai 2020.

Foto: Duan Li

Abonnenten und Wahlabonnenten bekommen den Konzert-Flyer 2020 / 2021 zugeschickt.

Der Konzert-Flyer ist in der Kulturinformation Lippstadt im Rathaus erhältlich, kann aber auch telefonisch (Tel.: 0 29 41 / 5 85 11) oder per Mail (post@kulturinfo-lippstadt.de) angefordert werden.

Und er steht zum Download auf der Homepage des Musikvereins www.musikverein-lippstadt.de und auf der Lippstädter Internetseite https://bit.ly/2V9RqCG zur Verfügung.

 

Hausaufgaben fürs Homeoffice

Dirigent Burkhard Schmitt verbreitet per Mail an die Chormitglieder Trost, Zuspruch und Optimismus, dass ein Teil der gesteckten Ziele noch erreicht werden kann. Foto: Heier

Lippstadt – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen ebenfalls den Städtischer Musikverein massiv. „Dennoch müssen Weichen gestellt werden für die Zeit danach“, lässt die stellvertretende Musikvereinsvorsitzende Beate Mainka in einem Schreiben an die Presse wissen.

„Die Zeit ist aus dem Takt, die Stille an den Aufführungsorten ohrenbetäubend, und das gemeinsame Singen und Proben wird von allen vermisst. Musik verbindet, das wird jetzt schmerzlich bewusst“, so Mainka.

Der Konzertchor habe sich schließlich einiges für die nächsten Monate auf die Fahnen geschrieben. Bereits verschoben seien die Aufführungen von Karl Jenkins „Mass for Peace“. Der Städtsiche Musikverein wollte dieses Projekt mit dem Udener Chor Kantoor anlässlich des 75. Jahrestags der Beendigung des Zweiten Weltkrieg im April in Uden und Lippstadt realisieren. „Noch am 9. März saßen bei der montäglichen Chorprobe 20 Schüler des Evangelischen Gymnasiums im Forum des Ostendorf-Gymnasiums, um den Konzertchor bei den Proben zu unterstützen. Eine Woche später ist der Traum geplatzt“, schreibt Mainka.

Keine Schule, keine Probe und vorerst kein Konzert. Nicht nur die Probenarbeit des Chors sei vom Coronavirus ausgehebelt, auch das Konzertprogramm werde ausgesetzt, die Konzerte am 22. März und 2. April seien auf unbestimmte Zeit verschoben.

Wie gehen der musikalische Leiter Burkhard A. Schmitt und sein ehrenamtlicher fünfköpfiger Vorstand unter dem Vorsitz von Dr. Peter Knop damit um? „Das Programm für die nächste Konzertsaison steht, die Flyer werden gerade gedruckt, die Erwartungen an die erste Saison im frisch renovierten Stadttheater sind hoch“, versichert Mainka in ihrem Bericht für die Presse. Die Proben für das große und für den Chor anspruchsvolle Projekt Sea Symphony von Ralph Vaughn Williams mit vier geplanten Aufführungen müssten nun Corona-bedingt pausieren. Stattdessen gebe es nun für die Sänger „Hausaufgaben“.

Der Musikverein hofft, spätestens in der zweiten Jahreshälfte seinen Konzertbetrieb wieder aufnehmen zu können, teilt Mainka mit. Zeitlich sei das knapp, weil der Konzertchor die Stadttheatereröffnung Ende August mit Beethovens Chorfantasie musikalisch begleiten will.

Chormitglieder übernehmen Sesselpatenschaft im Stadttheater

Wer künftig das frisch renovierte Stadttheater Lippstadt besucht, der sitzt womöglich in dem Sessel des Musikvereins. Die Konzertchormitglieder haben fleißig gesammelt und für 400 Euro die Patenschaft für einen der neuen Sessel übernommen. Stolz überreichten unser erster Vorsitzender Dr. Peter Knop und seine Stellvertreterin Beate Mainka den Scheck an den Bürgermeister Dr. Sommer. Der rote Sessel wird mit einem Schild versehen, auf dem der Musikverein als Pate angeführt wird. Wir freuen uns schon auf Theatererlebnisse mit unserem Patensessel! Auch weitere Sessel warten noch auf Paten, falls auch Sie Interesse haben. Informationen finden Sie auf der Website der Stadt Lippstadt.

Sängerinnen feiern 10-Jähriges

Gleich drei Sängerinnen des Konzertchor Lippstadt konnte der Vorsitzende Dr. Peter Knop zur 10-jährigen Mitgliedschaft beglückwünschen und mit einem Blumenstrauß seinen Dank für das Engagement aussprechen.
(von links nach rechts: Dr. Peter Knop (Vorsitzender), Brigitte Hesse-Schmidt (Sopran), Maria Hobbie (Alt), Beate Mainka (Sopran)