Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium I,III,V,VI

Chor- und Orchesterkonzert

Sonntag, 11. Dezember 2022 18.00 Uhr
Stadttheater Lippstadt

Preis: € 28,- / 26,- / 24,- / 22,-
Ermäßigt: € 14,- / 13,- / 12,- / 11,-

Meike Leluschko, Sopran © Dirk Schelpmeier
Ileana Mateescu, Alt © Gerardo Garciacano
Florian Neubauer, Tenor © Michael Vogl
Lars Conrad, Bass © 2019 by Lars Conrad

Konzertchor Lippstadt © Duan Li
Orchesterzentrum | NRW
Leitung: Burkhard A. Schmitt

Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium I,III,V,VI

Mit der Übernahme des Leipziger Thomaskantorats 1723 hatte Bach eine hervorragende Stellung im deutschen Musikleben. Zunächst schien alles ordentlich zu gehen. Mit einer Kantate hatte Bach dem Rat bei seiner Wahl pflichtschuldigst bedankt. Nun musste er feststellen, dass an der neuen Wirkungsstätte in vielerlei Hinsicht unbefriedigende Zustände herrschten. Die finanzielle Ausstattung ließ wenig Bewegungsfreiheit, auch verliefen Verhandlungen mit der Universität sowie mit den Kirchen- und Stadtbehörden nicht gerade reibungslos. Streit war vorprogrammiert. Jahrelang musste Bach den Vorgesetzten gegenüber manche seiner Auffassungen zäh verteidigen. Das wiederum stieß bei Ratsmitgliedern sauer auf.

Man nannte ihn nach einigen Jahren sogar „inkorrigibel“. Bach konterte mit zornig resignierter Replik, er habe es mit einer „wunderlichen und der Musik wenig ergebenen Obrigkeit“ zu tun. Den so vielfältigen wie zeitraubenden Zusatzaufgaben konnte er nur durch strenges Zeitmanagement Herr werden.

 

Es wundert daher nicht, dass er für ein neues Werk manchmal auf früher Geschriebenes zurückgriff. Das schloss ein, vorhandene Kompositionen, die ihm für eine nur einmalige Verwendung zu schade erschienen, einfach mit neuen Texten zu unterlegen. Während der ganzen Barockmusik war dieses Parodieverfahren übliche Praxis. So dienten Bach für das Weihnachts-Oratorium überwiegend zwei weltliche Kantaten, die ein Jahr zuvor komponiert worden waren, Teile aus einer verlorengegangenen Markus-Passion und weitere weltliche und geistliche Werke als Vorlagen.

Zur Aufführung kommen die Kantaten 1 und 3 (für den 1. bzw. 3. Weihnachtstag komponiert und vorgesehen) sowie 5 und 6 (ursprünglich für den 1. Sonntag nach Neujahr bzw. den 6. Januar, den Dreikönigstag). Die sechste Kantate bildet die inhaltliche und musikalische Klammer zur ersten, mit festlichen Chören und virtuos besetzten Trompeten.

Quelle: https://erbacher-hof.de