"Gruss aus Wien"

Concilium musicum Wien

Samstag, 10. Oktober 2026, 18.00 Uhr
Jakobikirche Lippstadt

Preis: € 21,- / 19,- 
Ermäßigt: € 10,50 / 9,50

Leitung: Christoph Angerer

Concilium musicum Wien
Robert Pinkl, Traversflöte
Milan Nikolić, Violine
Christoph Angerer, Viola und Viola D’Amore
Elisabeth Zeisner, Violoncello

Joseph Haydn: Divertimento in D-Dur, Hob.II: D 11
Johann Georg Albrechtsberger: Partita II in D-Dur
Wolfgang Amadé Mozart: Quartett in D-Dur, KV 285
Paul Angerer: Sinfonia, Wiegenlied und Tanz (1993)
Johann Strauss / Vater: Salon-Polka op. 161, Gibellinen-Galopp op. 117
Joseph Lanner: Valses op. 85
Johann Strauss/ Sohn: Jux-Polka op. 17

 

Foto: Anna Ziegler

"Gruss aus Wien"

Concilium musicum Wien

Wien war nicht nur die Stadt der großen Namen. Johann Georg Albrechtsberger, Domkapellmeister am Stephansdom und gefürchteter Kontrapunktpädagoge Beethovens, steht exemplarisch für jene gelehrte Wiener Tradition, in der handwerkliche Strenge und Eleganz durchaus kein Widerspruch waren. Seine D-Dur Partita verbindet kunstvolle Satztechnik mit Leichtigkeit.

Einige Jahrzehnte später klingt Wien weniger gelehrt, dafür umso selbstbewusster: Mit der Strauss-Dynastie wird aus höfischer Unterhaltung ein urbanes Massenphänomen. Der Walzer verlässt die aristokratischen Salons und wird zum musikalischen Spiegel einer Stadt im Umbruch. Nicht selten dient er als Fluchtmöglichkeit vor den politischen Wirren der Zeit. Johann Strauss Vater etablierte die Gattung im öffentlichen Konzertbetrieb; sein Sohn führte sie mit orchestraler Raffinesse zur Vollendung. Der Dreivierteltakt war damit endgültig keine bloße Tanzmusik mehr – er wurde Teil der Wiener Identität.

Quelle: www.albrechtsberger.eu